Filmreife Erlebnisse an den Drehorten

Unterwegs

Filmreife Erlebnisse an den Drehorten

Sehenswürdigkeiten • Ausflüge • Aktivitäten • Besichtigungen

Sportlich aktiv oder lieber Kultur? Oder Beides?

Ob Surfen, Reiten, Joggen oder ein gepflegter Tanz – Komparsen und Schauspieler*innen der Serie leisten ganzen Körpereinsatz beim Drehen. Außerdem werden einige beliebte und bekannte „Sehenswürdigkeiten“ und historische Stätte der Insel beim Dreh schön in Szene gesetzt, so dass man einen guten Vorgeschmack und viele Anregungen  für Ausflüge und Aktivitäten bekommt.

Wir haben uns mal die Plätze angesehen und daraus eine „Sylt-NND-Bucket List“ erstellt.

Lust auf eine Ausflugstour?

Im Hafen Hörnum kann man sowohl am Hafen als auch mit einer Bootstour den die Drehorte aus den Episoden 2, 18 und 23 gut nachspüren.

Mit der Fähre von List aus kann man einen entspannten Ausflug nach Romo machen und dabei auf den Spuren der Drehorte von Episode 6 und 12 wandeln.

Auch zu empfehlen ist eine private Tour mit dem Oltimer Bus, analog zu den Szenen aus Episode 23.

Ein spannender Ausflug für die ganze Familie ist eine geführte Wattwanderung am Süderheidetal in mehreren Episoden ab Nr. 21.

Bei einer Tour über den sog. Dünenweg durch die Jensmetten Dünen bei List gelangt man zu einem schönen Aussichtsbalkon. Episode 3, 14, 25 und 26.

Auch eine Wattwanderung der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum rückt den Drehort aus Episode 21 in den Blickpunkt.

Auf dem Rundweg um das Morsum Kliff kann man der Joggingrunde der Einleitung von Episode 8 folgen.

Ein Ausflug zum Quermarkenfeuer in Kampen lohnt sich ebenfalls. Die Gegend darum und das Quermarkenfeuer selbst standen in den Episoden 7 und 13 im Mittelpunkt.

Sehenswürdigkeiten und historische Stätten der Insel

Von historischen Kirchen und malerischen Friesenhäusern bis hin zu moderner Kunst und architektonischen Highlights bietet die Insel eine faszinierende Mischung aus Tradition und Zeitgeist. Viele dieser Orte dienten auch als eindrucksvolle Kulissen in so mancher Episode der Krimireihe Nord Nord Mord und zeigen Sylt von seiner atmosphärischen, oft geheimnisvollen Seite. Mit dieser Übersicht nehmen wir Euch mit auf eine Entdeckungsreise zu den kulturellen Highlights und Sehenswürdigkeiten.

Schiffswrack "Mariann"

Vor der Küste bei Braderup auf liegt im Wattenmeer das gut sichtbare Wrack der „Mariann“, eines ehemaligen schwedischen Dreimasters aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ursprünglich als Segelschoner gebaut, wurde das Schiff in den 1960er-Jahren nach Sylt gebracht, wo es als schwimmendes Café oder Kabarett dienen sollte – doch beide Pläne scheiterten an behördlichen Auflagen. Stattdessen wurde die „Mariann“ bis zu einem Brand im Jahr 1981 als Partylocation genutzt. Auf dem Holzweg zwischen Kupferkanne und Braderup, der in den Episoden 12, 13 und 18 Drehort war, kann man bei Ebbe gut einen Blick auf die Marian im Watt im Naturschutzgebiet erhaschen.

Bunker Hill

Bunker Hill ist ein Aussichtspunkt auf einer Düne in Hörnum, von dem man aus einen weiten Blick sowohl auf auf das Wattenmeer als auch auf den Weststrand hat, quasi einen 360 Grad-Rundumblick. Er diente im Zweiten Weltkrieg als Beobachtungsposten und war mit anderen Bunkern und Unterständen durch Telefonleitungen verbunden. Obwohl er als Aussichtspunkt beworben wird, ist die Kuppe selbst offiziell nicht mehr begehbar. In Episode 2 wurden hier einige Szenen sowohl auf dem Parkplatz als auch auf dem Aussichtspunkt gedreht.

Hörnumer Leuchtturm

Der Hörnumer Leuchtturm erhebt sich seit 1907 auf einer 16 m hohen Düne im Süden Sylts und ist mit seinem rot-weißen Gusseisenturm und weißen Band ein markantes See- und Orientierungsfeuer mit 48 m Feuerhöhe und 19 Seemeilen Reichweite. Im Rahmen geführter Touren kann man ihn besichtigen — Höhepunkte sind das ehemalige Leuchtturm-Klassenzimmer (1914–1933) und ein intimes Trauzimmer in luftiger Höhe. 101 Stufen lohnen sich für den grandiose Rundblick über Sylt, das Wattenmeer und bei gutem Wetter bis Amrum und Föhr. Insbesondere in Episode 10 erhält man einen schönen Einblick in das innere des Leuchtturms, der auch in Episode 6 zum Drehort wurde.

Kampener Findling

Der Kampener Findling ist ein großer Gneis, der aus Skandinavien stammt und ist etwa eine Milliarde Jahre alt. Der Stein ist ungefähr 20 Tonnen schwer, 3,5 Meter hoch und wurde während der letzten Eiszeit von einem Gletscher bis nach Sylt transportiert. Im März 2005 wurde er neben einer Buhne am Hauptstrand von Kampen geborgen. Er kann heute unterhalb der „Sturmhaube“ auf dem Parkplatz besichtigt werden. In Episode 4 wurden einige Szenen am Kampener Findling gedreht.

Sylt Museum

Das Sylt Museum in Keitum ist ein Heimatmuseum, das Einblicke in die Geschichte und Kultur der Insel Sylt bietet, insbesondere bis etwa 1850. Es befindet sich in einem historischen Kapitänshaus aus dem 18. Jahrhundert. Das Museum präsentiert eine Vielfalt an Exponaten, darunter Trachten, Schmuck, Geschirr, nautische Geräte, archäologische Funde und Kunstwerke, die mit Sylt in Verbindung stehen. Der Eingang des Museums wird durch den Unterkieferknochen eines Finnwals gebildet, was ein markantes Merkmal ist. Das Sylt Museum ist Teil der Sölring Museen. Bei einem Besuch des Museums kann man die Szenen aus Episode xxx noch einmal vor dem inneren Auge erstehen lassen. Für diese Folge wurde sowohl in den Innenräumen als auch im Außenbereich gedreht.

Steinzeitgrab "Harhoog"

Der Harhoog in Keitum ist ein beeindruckendes Steinzeitgrab aus der Zeit um 3000 v. Chr. und stammt aus der Trichterbecherkultur. Die megalithische Anlage, ein sogenanntes Hünenbett mit rechteckiger Grabkammer, wurde 1925 beim Bau des Hindenburgdamms entdeckt und 1954 wegen des Ausbaus des Flughafens an ihren heutigen Standort nahe dem Tipkenhoog mit Blick auf das Wattenmeer versetzt. Heute ist das frei zugängliche Grab ein faszinierendes Zeugnis frühzeitlicher Kultur auf Sylt und ein lohnenswertes Ziel für geschichtsinteressierte Besucher. In Episode 17 war der Ort Drehort ein paar kleiner Szenen.

Kirche St. Martin

Die Kirche St. Martin in Morsum auf Sylt ist eine romanische Kirche, die erstmals 1240 urkundlich erwähnt wurde und zu den ältesten Kirchen der Insel gehört. Sie zeichnet sich durch ihren freistehenden Glockenturm aus Holz aus, der erst später hinzugefügt wurde und eine Glocke aus dem Jahr 1767 beherbert, die noch heute von Hand geläutet wird. Die Kirche ist bekannt für ihre schlichte, nordfriesische Einrichtung und den spätgotischen Flügelaltar. Die Kirche wurde in den Jahren 1932/33 umfassend renoviert und erhielt dabei ihre heutige romanische Gestalt. Bei einem Besuch der Kirche kann man die Drehorte aus Episode 18 & 19 sowohl innen als auch außen auf dem Gelände entdecken.

Kunstwerk "Flood"

In Episode 6 verrät der Blick aus dem Fenster des Gebäudes den eigentlichen Drehort durch das Kunstwerk von Richard Kelly Tipping. Es steht seit 2003 als permanente Installation im Garten der Stiftung kunst:raum sylt quelle in Rantum und trägt den Titel „Watermark (Flood)“. In dieser filigranen, typografischen Skulptur verläuft das Wort „flood“, als wäre es von einer Flut ins Erdreich gespült und dort versunken – eine visuelle Poetisierung von Wasser, Naturgewalt und Vergänglichkeit. Die Installation greift zugleich die lokale Verbindung von Kunst und Wasser auf – direkt neben dem Mineralwasser-Brunnen der Sylt‑Quelle –, und vermittelt ein stilles Bewusstsein für die allgegenwärtige Kraft des Wassers und den Einfluss auf Insel, Landschaft und Kultur.

Bahnhof Westerland

Der Bahnhof Westerland ist der nördlichste Bahnhof Deutschlands und der wichtigste Verkehrsknotenpunkt auf Sylt und die Endstation der Züge vom Festland. Er liegt am östlichen Rand der Innenstadt und ist auch der Ankunftsort für den Sylt Shuttle. Er wurde 1927 im Zuge der Verlegung der Marschbahn über den Sylt-Damm erbaut. Das Empfangsgebäude wurde nach Plänen von Friedrich Georg Arnold aus Oldenburger Klinker erbaut. Das Empfangsgebäude steht seit 1986  in der Liste der Kulturdenkmale in Sylt unter Denkmalschutz, 1992 wurden auch Wasserturm und Lokschuppen mit zugehöriger Drehscheibe aufgenommen. 1995 wurde das Empfangsgebäude modernisiert. Dabei wurde das historische Erscheinungsbild der Fassaden wie auch der Bahnhofshalle weitgehend erhalten. Auf dem Vorplatz des Bahnhofsgebäudes befindet sich das Kunstwerk von Martin Wolke „Reisende Riesen im Wind“. Es zeigt eine reisende Familie, die gegen den Wind auf Sylt kämpft. Der Bahnhof wird immer wieder als Drehort einzelner Szenen genutzt, so z.B. in den Episoden 7, 8, 9, 11 und 15.

Rathaus Westerland

Das Rathaus Westerland ist ein markantes Gebäude, das 1897 im nordisch-friesischen Stil erbaut wurde und ersetzte ein älteres Kurhaus, das 1893 abgebrannt war. Ursprünglich als Kurhaus genutzt, wurde das Gebäude 1933 zum Rathaus umfunktioniert und der große Saal zur Stadthalle. Im Alten Kursaal finden regelmäßig Veranstaltungen statt, darunter Theateraufführungen und Konzerte. Das Rathaus ist denkmalgeschützt und wurde in den 1980er Jahren renoviert, wobei der ursprüngliche Gewölbebau des Alten Kursaals wiederhergestellt wurde.

Übrigens: Das Standesamt Sylt, das für die gesamte Insel zuständig ist, befindet sich ebenfalls im Rathaus, im rechten Flügel des Gebäudes ist das Casino Westerland, die kleinste Spielbank Deutschlands. In Episode 7 & XX wurde das Rathaus sowohl bei Innen als auch bei Außenszenen als Drehort genutzt.

P.S. Für alle die danach suchen: Die Malinowksi Bank aus Episode 21 existiert in der Realität nicht. Sie wurde extra für die Drearbeiten in den Dünen oberhalb des ersten Parkplatzes des Ellenbogens platziert und auch danach wieder entfernt.

Und was es noch so zu tun gibt an den Drehorten...